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Kultur | Schwäbisch Gmünd

Survivors of UMUC SG gründen einen „LEUTZE Club“. „Als Maler zweier Welten fand Leutze Ruhm und Lohn“

Eingereicht von »LEUTZE Club Schwäbisch Gmünd« am Dienstag, 03. Juni 2008

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Am 24. Mai, dem 192. Geburtstag des Gmünder Künstlers Emanuel Gottlieb Leutze, war es endlich so weit: Neben dem Leutze-​Gedenkstein an der Ecke Rinderbacher Gasse /​Kalter Markt riefen die „Survivors of UMUC SG“, die „Überlebenden der University of Maryland University College Schwäbisch Gmünd“ den „LEUTZE Club“ ins Leben. Er ist vorerst ein loser Personenzusammenschluss mit gemeinnützigen Zielen.

SCHWÄBISCH GMÜND (hi). Die anschließende Gründungsversammlung fand im Barbarossa Keller in der Rinderbacher Gasse statt. „Als Maler zweier Welten /​fand Leutze Ruhm und Lohn, /​er malte à la Lessing, /​Colon und Washington; /​gewiss, das war ein schöner /​Naze, Nazarener!“, heißt es über den Maler im Gedicht Berühmte Gmünder von Johann Straubenmüller (18141897). In Anbetracht der Tatsache, dass der „Survivors Club“ eher ein virtueller als ein realer Club ist, da er vor allem über das Internet besteht, haben die hier ansässigen Clubmitglieder beschlossen, einen Verein zu bilden, der enger an die Stauferstadt gebunden ist und größere Überlebenschancen für die Zukunft bietet.

Sondergast aus ArkansasDieser Schritt wurde gewagt, da die Survivors den Kontakt zueinander auch im Jahre sechs nach der Schließung der UMUC SG zwar weiterpflegen, aber die Treffen sich immer schwieriger gestalten. Sondergast war diesmal Dr. Alan F. Hickman aus Arkansas. Er war nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr in „good old SG“, das erste Mal am Drei-​Königsfest. Da er zurzeit an der American University in Bulgaria in Blagoevgrad unterrichtet, wird er auch im Sommer hier sein und im Dezember an der Weihnachtsfeier teilnehmen können.Ebenfalls als Vertreterin des ehemaligen Lehrkörpers war Ulrike Köhler anwesend, Lehrkraft auf dem Campus von der ersten bis zur letzten Stunde. Ehemalige Angestellte waren durch Irma Rohner-​Rigassi und Heidrun Irre vertreten und ehemalige Mitglieder des Freundeskreises durch Renate Schommer und Maria Fassbender. Die Idee zur Gründung eines Clubs stammt von der Gmünderin Renate Schommer, einer stillen Gönnerin der ersten Stunde der amerikanischen Uni in Gmünd und einer „Leutze-​Fanatikerin“, wie sie sich selbst bezeichnet. So werden eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe getroffen. Da die Gründungsmitglieder vorrangig aus den Reihen der Survivors stammen, wird die Erinnerung an die zehn Jahre „Uni Maryland“ bewahrt, aber gleichzeitig das Tor nach Westen für ein neues, hoffentlich zukunftsträchtiges Projekt in Schwäbisch Gmünd geöffnet. Das Meeting, das wie in alten Maryland Zeiten, auf Englisch stattfand, wurde mit Grüßen von anderen Survivors eröffnet. So hatten sich Ehemalige aus der Hauptstadt Berlin, Nova Scotia in Kanada, Neuseeland, England und natürlich den Vereinigten Staaten gemeldet und dem LEUTZE Club gutes Gelingen gewünscht.Im Gründungsprotokoll lautet es: „Eine Symbolfigur für die Survivors of UMUC SG war von Anfang an der berühmte Sohn der Stadt Schwäbisch Gmünd, Emanuel Gottlieb Leutze (18161868). In Anbetracht der Tatsache, dass sich in acht Jahren sein Geburtstag an diesem historischen Ort zum zweihundertsten Mal jähren wird, möchte sich die Gruppe für die Wahrung des Gedächtnisses an diesen herausragenden Maler und Verbreitung seines weltweiten Ruhmes vor allem in seiner schwäbischen Heimat einsetzen. Mit seinem Hauptwerk Washington Crossing the Delaware schuf er das berühmteste Historiengemälde der USA, das auf der ganzen Welt bekannt ist.“

Eine SymbolfigurDie meisten der damaligen Professoren und Angestellten, die in den Jahren 19922002 an die UMUC SG kamen, wussten, dass Emanuel Leutze in Schwäbisch Gmünd geboren wurde, auch wenn viele den schwierigen Namen der Stadt nicht einmal richtig aussprechen konnten. Viele Studenten wussten zwar nicht, dass der Maler des berühmten „Crossing“ Gemäldes, das sie alle aus ihren Geschichtsschulbüchern kannten, ein Sohn unserer Stadt ist, aber sie wurden bei der ersten City Tour von Maria Fassbender zum Gedenkstein in der Rinderbacher Gasse geführt. Seit der Schließung der UMUC SG betrachten die Survivors Leutze auch als Symbolfigur ihrer deutsch – amerikanischen Beziehung und Freundschaft, die in Gmünd schon seit 1951, als in der Bismarck– Kaserne Artillerie-​Einheiten der amerikanischen Streitkräfte stationiert waren, gepflegt wurde. Folgende Survivors wurden einstimmig gewählt: Erste Vorsitzende Heidrun Irre, Stellvertretender Vorsitzender („vice president“) Dr. Alan F. Hickman, Schatzmeisterin Ulrike Köhler und Stellvertretende Schatzmeisterin Renate Schommer. Zum Schluss wurden einige mögliche Projekte für die nächsten Jahre bis zur Zweihundertjahrfeier 2016 vorgeschlagen.

heidrunirre LEUTZE Club Schwäbisch Gmünd
Anwanderweg 16, 73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 07171 68952

gegründet am 24. Mai 2008; 7 Gründungsmitglieder; 15 Mitglieder (Stand Mai 2018)

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