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Kultur | Schwäbisch Gmünd

Schnullerbaum und Design. Über tausend Ideen für die Landesgartenschau 2014 werden ausgewertet

Eingereicht von »LEUTZE Club Schwäbisch Gmünd« am Freitag, 10. Dezember 2010

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Stellvertretend für all diejenigen, die sich mit über tausend Ideen, Wünschen und Anregungen für die Landesgartenschau an der Aktion „Für mehr Gmünd“ beteiligt hatten, wurden gestern zum Abschluss der Aktion sechs Ideengeber beschenkt.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Die Landesgartenschaugeschäftsführer Karl-​Eugen Ebertshäuser und Manfred Maile freuten sich riesig, dass so viele mitmachen, so viele dabei sind: „Und es hört ja nicht auf, die Leute melden sich immer noch bei uns“. Wenn die Gmünder wirklich dabei seien, war herauszuhören, könne man sich von Herzen freuen auf dieses Großprojekt. Was wurde nicht alles vorgeschlagen: Heiraten soll man können bei der Landesgartenschau, regelmäßig zum gemeinsamen Singen allseits bekannter Lieder einladen, gar „Kuhfladenbingo“ spielen. Fahrrad– und E-​Bike-​Verleih klangen an, überdachte Spazierwege, vieles auch zur Teilnahme Behinderter – etwa ein Blindengarten. Beim möglichen Einsatz des Einhorns waren der Fantasie vollends keine Grenzen gesetzt: Einhörner aus Blumen sind denkbar, als Maskottchen, als Gebäck, Einhörner zum Gestalten und Entdecken und vieles andere mehr. Auch „Gold und Silber“ ist großes Thema, und insbesondere die Vorschläge zur Beteiligung von Vereinen, Institutionen und Stadtteilen lassen hoffen. Eine Familie hatte von der Bundesgartenschau in Schwerin Ideen mitgebracht, ein Globetrotter von der Olympiade in Peking den Vorschlag, die Gmünder Vereine sollten sich, wie dort in den Tempelanlagen gezeigt, mit all ihren Aktivitäten präsentieren und zum Mitmachen anregen – zu Handarbeit, Tanz oder Gymnastik einladen.

Roland Spiegler: die Designstadt darstellen

Sechs repräsentative Ideen wurden aus dieser Ideen-​Legion ausgewählt. Hannes Gärtling, neun Jahre alt, war mit Papa Wolfram ins Rathaus gekommen, um für seinen Vorschlag, Frosch– und Karpfenteiche ins Konzept zu integrieren, belohnt zu werden. Ähnliches hatte ihn bei der Gartenschau in Rechberghausen beeindruckt – nur viel mehr Leben als die dortigen Teiche müssten sie haben. Die Karpfenteiche ließen sich vielleicht in die Aufbereitung des mittelalterlichen Klosterlebens in Gmünd integrieren, sinnierte OB Richard Arnold. Roland Spieglers Idee, die Designstadt ins rechte Licht zu rücken und die erfolgreichsten Produkte der Hochschule für Gestaltung und der Gmünder Designer auszustellen, stieß auf besonderes Interesse – Beispiele sind das hier entworfene größte Objektiv aller Zeiten, oder die Nubert-​Boxen, die’s auf die Weltausstellung geschafft haben. Hier versprach Arnold, zu diesem Thema werde etwas ganz Besonderes erarbeitet.Annlies Trinkle wünschte sich nicht nur durch Kunst aufgewertete Ruhezonen in der Grabenallee, sondern auch Inszenierungen der mittelalterlichen Geschichte der Stadt — insbesondere könnte sie sich Aufführungen der Ringlegenden oder des Geigerle vorstellen.Sprudelnd vor Ideen und Begeisterung – trotz einer Erkältung — träumt Denise Alka von einem Blätterdach mit Vogelstimmen und passend aufleuchtenden Vogelbildern. Von einem Baum, an dem für alle Gmünder — rund 60 000 — ein mit Namen versehener Schnuller hängt. Des Weiteren hatte sie Ideen für Jugendcamps und Abenteuergärten ausgearbeitet, für Kunstwerke aus Pflanzen und Wasser. Stellvertretend für die Gmünder Vereine war Heidrun Irre vom Leutze Club zu Gast im Rathaus: Sie wünscht sich einen Leutze-​Pfad von der Gartenschau hin zur weltweit größten Sammlung von Leutze-​Ölgemälden in einem Haus (Prediger); auch die anderen großen Gmünder Künstler könnten so zu ihrem Recht kommen. Arcangelo Iacoviello wirbt für eine kunsthistorische „Johann Michael Keller-​Stadtführung“, um mit den Pfunden der Innenstadtschätze wuchern zu können.Alle Ideen werden aufgelistet, und in der jeweiligen Umsetzungsphase der Gartenschau soll dann geprüft werden, ob und wie sie realisiert werden können. Sein Wunsch: Dass die Vorbereitungen weiterhin unterstützt werden.

heidrunirre LEUTZE Club Schwäbisch Gmünd
Anwanderweg 16, 73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 07171 68952

gegründet am 24. Mai 2008; 7 Gründungsmitglieder; 15 Mitglieder (Stand Mai 2018)

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