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Kultur | Schwäbisch Gmünd

Leutze-​Ausstellung im Gmünder Stadtarchiv eröffnet

Eingereicht von »LEUTZE Club Schwäbisch Gmünd« am Samstag, 20. Juli 2013

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Rems-​Zeitung, Samstag, 25. Mai 2013

In diesem Jahr veranstaltete der Leutze Club Schwäbisch Gmünd in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd das Leutze-​Archiv-​Fest. Dr. Barbara Hammes, die neue Leiterin des Stadtarchivs, und Archivmitarbeiterin Brigitte Mangold bereiteten eine Ausstellung mit Dokumenten aus den Archivbeständen zu Emanuel Leutze und seiner Beziehung zu seiner Geburtsstadt vor. Diese steht unter dem Motto „Aufbruch zu neuen Ufern“.

SCHWÄBISCH GMÜND (brd) Es war richtig eng rund um die als Geschenk verpackten Vitrinen im ersten Obergeschoss des Stadtarchivs – so viele Gäste waren zum Feiern gekommen. Konnte doch auch gleichzeitig der fünfte Geburtstag des LEUTZE Clubs Schwäbisch Gmünd begangen werden. Wenn wirklich jeder amerikanische Schüler Emanuel Leutzes Bild „Washington Crossing the Delaware“ kennt, so stand es den Gmündern doch gut an, sich mit der Gründung dieses Clubs ihres großen Sohnes anzunehmen. Bürgermeister Julius Mihm versprach in seiner Begrüßung auch eine weitere Würdigung des Historien-​Malers im Stadtgarten.

Dr. Rudolf Böhmler sprach vor allem in seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises Kultur und des Deutsch-​Amerikanischen Zentrums in Stuttgart. Eindringlich verwies er auf die Notwendigkeit, am derzeitigen deutsch-​amerikanischen Verhältnis zu arbeiten. Soldaten, die hier noch stationiert waren, würden als „Botschafter“ immer älter und weniger; das amerikanische Interesse an Europa habe sich zugunsten Asiens verschoben, die transatlantische Bedeutung nehme immer mehr ab und Amerika werde zunehmend ein junges, farbiges Land, während die Bevölkerung in Europa immer älter werde. „Man muss was tun“ war seine klare Schlussfolgerung „und der Leutze Club tut was!“

Elegant lüfteten Heidrun Irre, Vorsitzende des Clubs, Julius Mihm und Stadtarchivarin Dr. Barbara Hammes das Geheimnis der Ausstellungsstücke. Ein altes, riesiges Häuserbuch, in welches die Besitzverhältnisse von Leutzes Eltern eingetragen waren, ist ebenso zu bestaunen wie die Urkunde vom Verzicht auf die Bürgerrechte aufgrund der Auswanderung. Auch die Nachricht vom Tode Leutzes im „Volksfreund“ vom 11.August 1868 ist nachzulesen.

Ein Abschiedsgedicht des Gmünder Lehrers Joseph Epple von 1826 beschreibt mit glühenden Worten die amerikanische Freiheit und bedauert ein Europa, in dem „die Gewerbe stocken“. Hammes versicherte, dass sich das Archiv weiterhin intensiv um die Erinnerung an Leuze bemühen werde.

Heidrun Irre dankte abschließend ihren Vorrednern und den vielen Gästen; es entwickelten sich unter den Leutze-​Kennern noch intensive Fachgespräche. Sie erinnerte auch daran, dass Gmünd die weltweit größte Sammlung von Leutze-​Ölgemälden im Museum im Prediger beherberge. Dank galt auch der Kreissparkasse für das Geburtstags – Büfett und Ilse Dörfler für die Karten und Reproduktionen des Geburtshauses von Emanuel Leutze.

Die Ausstellung ist noch zwei Wochen lang während der Öffnungszeiten des Archivs zu sehen (Mittwoch 911 Uhr, Donnerstag 1418 Uhr). Zusätzlich wird Heidrun Irre am Mittwoch, 29. Mai, um 11 Uhr und am Donnerstag, 6. Juni, um 17 Uhr anhand der Exponate eine halbstündige Einführung in Leben und Werk von Leutze geben.

heidrunirre LEUTZE Club Schwäbisch Gmünd
Anwanderweg 16, 73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 07171 68952

gegründet am 24. Mai 2008; 7 Gründungsmitglieder; 15 Mitglieder (Stand Mai 2018)

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