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Doibächer Theaterbühnle: Keuschheits-​Allianz dreimal ausverkauft

Eingereicht von »Rems-Zeitung, Redaktion« am Mittwoch, 10. Januar 2018

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An allen drei Abenden und dem Seniorennachmittag blickten die Schauspieler des Doibächer Theaterbühnles in einen vollbesetzten Saal. Manche Szenen in dem Lustspiel in drei Akten von Erwin Guffler und Jürgen Gode spaltete das Publikum. Auf der einen Seite Gelächter und Beifall bei den Frauen und auf der anderen Seite Buh-​Rufe bei den Männern. Doch am Ende des Theaterstückes lagen sich alle in den Armen und das Publikum war begeistert von der Spielfreude des Ensembles.
Die Männer haben in letzter Zeit ihre Stammtische im Gasthof „Zum Hirsch“ arg ausgedehnt. Sehr zum Ärger ihrer Frauen, denn die wollen sich das nicht länger gefallen lassen und verschwören sich mit der ledigen und wegen ihrem Mundwerk gefürchteten Kreszentia Hupfinger, kurz genannt Zenzi (gespielt von Carola Müller-​Zischka). Sie gründen einen Verein gegen die Männer. Beitrag kostet es keinen, aber man muß sich von allem Alkohol distanzieren, jeden Tag eine Flasche Heilwasser trinken, keinen Mann an sich heranlassen, zur Männer-​Abwehr täglich zwei Knoblauchknollen essen, dreimal täglich zur Meditation auf einem Fuß stehen und beten: „Heilige Genovev, mein Mütterlein, lass mich alle Zeit rein und sauber sein.“ Von jetzt an wird nicht mehr gekocht, nicht mehr geliebt, nicht mehr geputzt und mit den Männern nicht mehr gesprochen. Die Wirtin Gretl (Anke Bulling) verspricht ihren Mitstreiterinnen Martha Auer (Ilona Beyer) und Mena Schild (Christine Silberhorn) in der Wirtschaft kein Essen auszugeben. Über diesen Entschluss freut sich auch die Köchin Erna (Shirin Silberhorn). Sie möchte ebenfalls ihrem Freund, dem Bierfahrer Robert (Nikolai Fischer), einen Denkzettel verpassen und schließt sich auch dem Verein an. Die Frauen wollen den Pfad der Reinheit beschreiten und schwören der Fleischeslust zu entsagen, was besonders Martha sauer aufstößt, wo ihr Waldemar (Martin Waldenmaier) doch immer so lieb ist, wenn er etwas getrunken hat. Hanna (Sina Schamberger), die Tochter der Wirtsleute, die bisher täglich die Heiratsanträge ihres Freundes, dem Zahnarzt Arthur Preiß (Achim Haseidl) ablehnte, möchte ihm auch das Saufen abgewöhnen, bevor sie dann beim hundertsten Antrag „Ja“ sagen will. Sie möchte ihn mit dem einfältigen Gast Gotthelf Schießer (Karl Seel) eifersüchtig machen. Doch Arthur schüchtert diesen ein und nimmt ihm sogar seine Hose ab, um den Spaziergang im Wald mit Hanna zu verhindern. Gotthelf flüchtet und Hanna und Arthur verstreiten sich so sehr, dass Arthur droht die Ringe in die Mülltonne zu werfen. Den Männern gefällt die Trennung von Tisch und Bett gar nicht. Der Wirt Ferdinand Steininger (Reiner Scholz) kann seinen Saufkameraden nur Bier und trockenes Brot anbieten. Andreas Schild (Gerd Zischka) lässt den Frauenkeuschheitsverein hochleben, denn nach zwanzig Jahren Ehe genießt er zum ersten Mal eine himmlische Ruhe. Doch um den Frauen aus dem Weg zu gehen, machen sich die Männer mit Robert und Arthur auf den Weg in die Stadt, um ein gutes Abendessen zu sich zu nehmen, zu saufen und auf der Heimfahrt noch einen Abstecher ins Nachtlokal „Tabula“ zu machen. Zenzi ruft eine Versammlung ein, um ihre „Schwestern“ zu bestärken zusammen zu halten. Mena fällt es schwer ihrem Andreas nicht mehr ihre Meinung sage zu dürfen. In ihr kribbelt alles, wenn sie ihn so zufrieden dasitzen sieht. Nicht mehr lange und sie haben es geschafft, denn schließlich wollen die Männer wieder ein gutes Essen. Doch als sie mitbekommen, dass ihre Männer in die Stadt fahren, kommen ihnen Zweifel und sie überlegen, ihren Schwur zurückzunehmen. Erst am nächsten Morgen kommen die Männer angetrunken heim und schwärmen von ihrer Nacht. Hans Reichle (Karl Seel in seiner Doppelrolle), ein alter Schulkamerad der Männer, kommt zu Besuch. Ferdinand klagt ihm ihr Leid mit den Frauen und bittet seinen alten Freund um Hilfe. Er solle seine alte Liebe, die Zenzi, wieder in sich verliebt machen, damit diese ihre Frauen in Ruhe läßt. Hans willigt widerwillig ein. Tatsächlich gelingt es Hans die Zenzi mit einem guten Tropfen Wein zu beschwichtigen. Lustig angetrunken verkündigt Zenzi ihren „Schwestern“, dass sie ihr den Buckel runterrutschen können, weil sie jetzt heiraten werde und einen Haufen Kinder kriegt. Doch wo ist der Hans auf einmal? Sie macht sich auf die Suche nach ihm. Die Frauen sind perplex und wollen jetzt wieder gutes Wetter bei ihren Männern machen. Künftig wollen sie dann zum Stammtisch mitgehen. Mena freut sich und möchte gleich ihren Andi zur Schnecke machen. Doch Andi zieht ihr diesen Zahn und dreht den Spieß um. Die beiden versöhnen sich und beschließen, was in Zukunft gemacht wird, wird gemeinsam gemacht. Waldemar und Ferdinand lenken ein und versöhnen sich ebenfalls mit ihren Frauen. Und mit etwas Nachhilfe von Robert macht Arthur der Hanna doch noch den einhundertsten Heiratsantrag und sie fällt ihm um den Hals und sagt Ja. Und zu aller Überraschung kommt es dann sogar noch zu einer Doppelhochzeit, denn Robert fragt nun endlich auch seine Erna. Für die Regie war in bewährter Weise Christine Silberhorn, unterstützt von Regieassistenz Sigi Fleischmann, verantwortlich. Auch hinter den Kulissen wurde hervorragende Arbeit geleistet: Souffleuse Sabine Ripberger, Maske Inge Lengyel und Ingrid Rußnak, Licht und Vorhang Claudia Schmidt und Laurin Zischka. Um die Organisation der Aufführungen kümmerten sich die Vorstandsmitglieder Gerd Zischka, Werner Freisler und Nicole Brucker. Für eine gute Bewirtung sorgten die Wirtschaftsführerin Petra Krazer und zahlreiche Helfer des Doibächer Theaterbühnles.

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