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Kultur | Schwäbisch Gmünd

Knusper knusper Käuschen im Wißgoldinger Backhäusle

Eingereicht von »Albverein Ortsgruppe Straßdorf« am Montag, 25. November 2019

Der Albverein Straßdorf traff sich Mitte November zum gemeinsamen Backen. Die Temperaturen sind kalt, aber die Witterung ist trocken, trotzdem ist es angenehm in den bereits leicht warmen Raum zu kommen.

Ursel Schabel hat für den Straßdorfer Albverein bereits angefangen den Ofen vorzuheizen, brennende Holzscheite flackern in dem gewölbten Holzbackofen. Acht Kinder und acht Erwachsene haben sich für Mitte November zum Backen angemeldet, die Teilnehmerzahl ist heute durch die Größe des Raumes begrenzt.

Ursel zeigt den Kindern wie geheizt wird, die Kinder dürfen selbst weitere Holzscheite in den Ofen werfen und sind fasziniert von den hellen Flammen und der knisternden Glut. Nach dem Feuern, werden Hände gewaschen, mitgebrachte Schürzen sind schon an und in der eigenen Schüssel wird Mehl, Sauerteig, Salz und Wasser gemischt.

Ursel erklärt, das nur mit einer Hand geknetet wird, die andere hält die Schüssel und wird gebraucht für so manch weiteren Handgriff. Emsig sind alle dabei, kneten eifrig, fügen noch etwas von einer der vier Zutaten hinzu. Gebacken wird mehr nach Gefühl, als nach Rezept. Nachdem alle Brotteige geknetet sind und zum „Gehen“ ruhen müssen, bringt Ursel Backbleche auf den Tisch, zusammen mit vorbereitetem Hefeteig, Äpfeln, Zimt und Zucker, Speckwürfelchen und Schmand.

Vor dem Brot werden noch süße und pikante Fladen gebacken, kaum sind sie im Ofen, sind sie auch schon fast wieder fertig. Gabi Mahr, die für den Albverein das Backen organisiert hat, hat auch für alle Getränke mitgebracht und alle machen sich über die frischen Flammkuchen her. Herrlich gestärkt geht es mit dem Brotbacken weiter, jedes Brot bekommt auf einem kleinen Stückchen Papier den Namen des kleinen oder großen Bäckers notiert und wird auf dem Brot mitgebacken. So sind die Brote nachher gut zu unterscheiden, ganz wie früher, als kaum ein Haushalt einen eigenen Ofen hatte und das Dorf-​Backhaus zum Alltag gehörte.

Ursel zieht vorher mit einem Schieber noch die Glut aus dem Ofen in die dafür vorgesehenen große Metallschublade darunter. Mit einem feuchten Jutesack werden noch die Reste kurz heraus gewischt und kurz darauf backten die Brote, im inzwischen geschlossenen Ofen. Das Warten wird mit Reden, noch ein wenig an den leckeren Fladen naschen oder mit den Kindern auf dem Spielplatz ums Eck gehen vertrieben.

Längst liegt ein wunderbarer Duft aus Rauch, gebackenen Fladen und Broten in der Luft und der wird am Ende in Kleidung und Haaren, gemeinsam mit einem wunderbar warmen und knusprigen Brot Nachhause genommen. Ein harmonischer Nachmittag, alle Teilnehmer gehen nach diesem munterem Treiben in bester Stimmung und finden es ist eine Wiederholung wert, vielleicht schon im kommenden Jahr.

Herzlichen Dank an Gabi Mahr und Ursel Schabel!

Albverein Ortsgruppe Straßdorf
In der Breite 29; 73550 Waldstetten
Telefon: 07171/8 66 44

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