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Der Schlüssel zu Fitness und Wohlbefinden

Eingereicht von »Freundeskreis Naturheilkunde« am Donnerstag, 07. Februar 2019

„Es freut mich, dass das Jahr so gut anfängt — mit einem vollen Saal, trotz des winterlichen Wetters.“ Mit diesen Worten begrüßte Harald Welzel, der Vorsitzende des Mutlanger Freundeskreis Naturheilkunde, die ca. 140 Gäste, die gekommen waren um dem Vortrag über Darmgesundheit zu folgen. Ein volles Haus bedeutet immer, dass das Thema ein breites Publikum anspricht. Tatsächlich haben 85% der Deutschen Verdauungsprobleme, so lautet das Ergebnis einer Krankenkassenstudie.

Die Referentin Nadine Czernik ist Physiotherapeutin und hat zahlreiche Fortbildungen abgeschlossen. Besonders ihr Wissen als Ernährungstherapeutin war an diesem Abend gefragt. So berichtete sie, dass der Mensch genetisch noch in der Steinzeit verhaftet ist. Zumindest unser Stoffwechsel funktioniert noch wie damals. Kennzeichnend für diese Zeit war, dass es nur sporadisch Nahrung gab und dies erst nach erfolgreicher Jagd. Ständig wurden Kräuter, Wurzeln, Beeren, Pilze, Samen und Nüsse gesammelt. Nahrungsaufnahme setzte also Bewegung voraus. Auch Trinken stand nicht rund um die Uhr zur Verfügung. Keine Spur von „Dauernuckeln“. Trinken zu den Mahlzeiten verwässert die Verdauungssäfte und erschwert so deren eigentliche Aufgabe.

Heute strukturieren wir unseren Tag um die Mahlzeiten herum. Wir frühstücken kaum dass wir aus dem Bett geschlüpft sind. Bei den einen kommt Wurst, Käse oder Süßes aufs Brot, die anderen bevorzugen Müsli. Beide mal ist Getreide ein Hauptbestandteil des Frühstücks. Wir meinen mit Vollkornprodukten tun wir uns etwas Gutes. Weit gefehlt. Unsere Verdauung kann damit nicht richtig umgehen, sie ist auf „früher“ spezialisiert. Doch Getreide gibt es erst seit rund 12000 Jahren. Milchprodukte gehören seit ungefähr 8000 Jahren auf unseren Speiseplan und Zucker kennen wir erst seit gut 100 Jahren.

Bei ihren weiteren Ausführungen ging Czernik ausführlich auf den Darmaufbau ein und erklärte den Weg des Speisebreis vom Mund bis zur Ausscheidung. Laut Czernik bewirkt jede Nahrungsaufnahme im Darm eine Art Entzündung. Deshalb sind Nahrungspausen sinnvoll. Wir unterstützen auch die Arbeit der Bauchspeicheldrüse — Blutzucker regulieren und Verdauungssäfte produzieren — wenn circa fünf Stunden Abstand zwischen den Mahlzeiten liegen. Für Erstaunen sorgte sie als es um die richtige Sitzposition auf der Toilette ging. Erst wenn bei angewinkelten Beinen die Knie höher als die Hüfte sind, löst sich nämlich der „Musculus puborectabis“ vollständig und das erleichtert das tägliche „Gschäft“ erheblich.

Allergien und Intoleranzen

Leider gibt es immer mehr Menschen, die auf bestimmte Lebensmittel in irgendeiner Form allergisch reagieren. Auch hier liegen die Ursachen meist in einem geschädigten Darm. Sogenannte Antinährstoffe behindern die Verdauung. Diese findet man unter anderem in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Eine Vorbehandlung tut not, um sie für uns bekömmlich zu machen. Neben der falschen Ernährung schädigen viele Medikamente, aber auch Stress, unseren Darm. Allergien können die Folge sein. Erfolgt die allergische Reaktion sofort nach dem Essen, kann sie sehr heftig ausfallen. Bei verzögerten Allergien kann es vier Tagen dauern bis Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, geschwollene Füße/​Beine oder andere Symptome auftreten. Ein spezieller Bluttest spürt die allergieauslösenden Stoffe auf. Dann hilft nur diese Nahrungsmittel zu meiden. Bei Unverträglichkeiten, häufig auf Laktose, Fructose oder Histamin, fehlt dem Darm ein Enzym um diesen entsprechenden Stoff abzubauen.

Die Referentin gab noch viele Tipps für eine darmgesunde Ernährung. Wir fühlen uns wesentlich wohler, sind leistungsfähiger und haben ein starkes Immunsystem wenn wir auf unsere Verdauung achten.

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