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Großartiges Theaterwochenende des Musikvereins Leinzell

Eingereicht von »Rems-Zeitung, Redaktion« am Montag, 18. März 2019

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Vor ausverkauftem Haus am Samstag, 9. März, und bei einer sehr gut besuchten Veranstaltung am Sonntag, 10.März, zeigte die Theatergruppe des Musikvereins Leinzell auf einer aufwändig gestalteten Theaterbühne ihr Können und entführte die Zuschauer in das Wald-​Camp von Leinzell. Dort verlief nicht alles so harmonisch, wie man es in einem Dorf-​Wald erwartet hätte.
Seit vielen Jahren macht das Dorf Leinzell positive Schlagzeilen und füllt regelmäßig die Seiten der lokalen Zeitungen. Zuletzt ist die kleine Gemeinde bei „Wir sind das sauberste Dorf“ als Sieger gekürt worden. Beeindruckt von dem Ehrgeiz dieser Menschen hat der Landrat an das Fernsehen geschrieben und Leinzell für die Sendung „Das Wald-​Camp“ angemeldet. Allerdings hätte sich kaum jemand freiwillig als Kandidat gemeldet, weil es im Camp darum geht, an recht ungewöhnlichen Spielen teilzunehmen und vor allem, eine Woche lang ein sehr karges Leben auf engstem Raum mit anderen zusammen zu führen. Der Sieger erhält jedoch 1 Million Euro – und darf frei darüber verfügen, was mit diesem Geld passieren soll — solange die Hälfte der Gewinnsumme für das Dorf eingesetzt wird. Die Bürger von Leinzell durften zunächst Kandidaten-​Vorschläge machen, TV-​Zuschauer haben dann aus einer Auswahl bestimmt, welche 6 Personen in dieses Camp einziehen sollen: Der Dorf-​Pfarrer Christoph Heilig (gespielt von Matthias Tietze), die Grundschul-​Lehrerin Fräulein Annemarie Klüger (gespielt von Jacqueline Sommer), der Dorf-​Arzt Dr. Stefan Frank (gespielt von Markus Winter), der Bürgermeister Rolf Leutner (gespielt von Joachim Paul), die bekannteste Prostituierte im Dorf – Frau Claudia Vögelein (gespielt von Karin Wulz) und die Obdachlose Erna von der Lein (gespielt von Daniela Klaus) treffen somit aufeinander und sollen nun 7 Tage im Wald miteinander ausharren. Die Konflikte beginnen schon beim Einzug der Kandidaten. Die Moderatoren des Fernsehsenders Kabel 3 – Heidi Krause-​Winkelmann und Norman Kühnapfel (gespielt von Jessica Sommer und Achim Jahn) haben alle Hände voll zu tun, die Ruhe unter den Kandidaten zu wahren und eine Eskalation zu vermeiden. Auch der Pfarrer ist stets bemüht, im Namen des Herrn die Liebe unter den Campern zu fördern und alle Kinder Gottes in Frieden zu vereinen. Keine leichte Aufgabe – treffen hier doch Gegensätze aufeinander, die gravierender kaum sein könnten. Der Bürgermeister spielt von Anfang an ein falsches Spiel. Er ist sich sicher, dass er das Geld gewinnen wird und beauftragt noch aus dem Camp heraus per Handy den Neubau des Rathauses inklusive Privatwohnung mit vergoldeten Wasserhähnen. Dumm nur, dass er dabei von Erna belauscht wurde und diese das Ganze ausnutzt, um ihre Kasse ein wenig aufzubessern, indem sie dem Bürgermeister etwas Schweigegeld entlockt. Frau Vögelein beklagt einen einwöchigen Dienstausfall und versucht erfolglos, diesen im Camp zu kompensieren. Fräulein Klüger möchte selbst im Wald noch Schularbeiten korrigieren und während Erna von der Lein, die bisher unter der Brücke ganz gut gelebt hat, überhaupt nicht versteht, warum sie jetzt in den Wald umziehen soll, ist Dr. Frank ständig verzweifelt auf der Suche nach den Kameras im Camp. Auch mit den Spielen im Wald-​Camp, bei denen die Kandidaten das Essen für alle erspielen müssen, haben viele große Probleme. Der Pfarrer wird bei einer Modenschau in anzügliche und aufreizende Damenkleidung aus dem Fundus von Claudia Vögelein gesteckt. “Eine perfekte Kombination aus Erotik und Glaube“, findet diese. Das Chaos im Wald-​Camp wird von Tag zu Tag schlimmer. Wertsachen werden gestohlen und am Ende sogar noch die Moderatoren des Diebstahls verdächtigt. Auch wenn die Nerven teilweise komplett blank liegen, so will sich doch niemand die Blöße geben und freiwillig aussteigen — jeder möchte natürlich gerne das Geld gewinnen. Claudia Vögelein möchte mit dem Gewinn das Schloss kaufen und daraus einen Edel-​Puff machen, Erna von der Lein würde dieses zu einem Obdachlosenheim umbauen lassen und der Dok würde an das Hilfsprojekt “Kätzchen allein im Leintal“ spenden. Fräulein Klüger sieht ihr Leben in Gefahr und möchte dafür eine Entschädigung. Es stellt sich dann bald heraus, dass sie die Wertsachen gestohlen hat – sie leide an Kleptomanie und könne nichts dafür, so ihre Begründung. Während ihr Dr. Frank eine Behandlung anbietet, würde Claudia ihre spießige Mitstreiterin vorzugsweise kalt machen – sie konnte sie schließlich noch nie leiden. Als dann der Dok bei einem Spiel in eine Kiste fassen und erfühlen muss, was sich darin befindet, ist es endgültig um ihn und seine Nerven geschehen und er benötigt selbst ärztliche Hilfe. Während die Kandidaten im Camp auf die Verkündung des Siegers warten, sorgen sie noch dafür, dass sich das Gemeinde-​Oberhaupt beim Strip-​Poker bis auf die Knochen blamiert. Und auch wenn es Rolf Leutner tatsächlich noch unter die letzten 3 Kandidaten schafft, so sind die Gewinnerinnen am Ende Claudia und Erna – mit jeweils genau 27,8 % der abgegebenen Stimmen der Fernsehzuschauer. Die Moderatoren sind begeistert und erleichtert zugleich, dass sie dieses Format erfolgreich und ohne größere Schäden über die Bühne gebracht haben. Und nachdem die beiden Gewinnerinnen ja beide vorhatten, das Schloss zu kaufen – wenn auch für verschiedene Zwecke – ist die Lösung doch schnell gefunden: es soll zu einem Obdachlosen-​Bordell umfunktioniert werden… Eine großartige Leistung der gesamten Theatergruppe in einem atemberaubenden Bühnenbild, das aufwändiger kaum hätte sein können. Regie führte in bewährter Weise Wolfgang Groiß, der die Spieler am Ende auch alle nochmal einzeln vorstellte und ihre schauspielerischen Leistungen würdigte. Jessica Sommer bedankte sich im Namen der Theatergruppe bei Wolfgang Groiß, dem jede Kleinigkeit auffalle und der sie seit Wochen und Monaten auf dieses Wochenende vorbereitet hatte. Es soufflierten Selina Kolb und Judith Fehlinger, als Statisten waren Theresa Fehlinger und Max Balle im Einsatz. Für modernste Technik, einen astreinen Ton und das perfekte Licht sorgten Martin Müller und Werner Weber. Den richtigen Farbpunkt in den Gesichtern der Akteure setzte Heidrun Haas – sie war für die Maske zuständig. Am Ende bedankte sich Katharina Huber im Namen der Vereinsleitung bei allen Mitwirkenden des Theaters vor und hinter der Bühne, beim Deko-​Team um die Familien Fehlinger und Klaus, die die Halle vom Eingangsbereich bis zur Bühne detailreich, einfallsreich und witzig geschmückt hatten, sowie auch beim Küchen– und Servicepersonal für diese tolle Leistung und für dieses wunderbare und gelungene Theaterwochenende. Alle Akteure erhielten ein Präsent. Dann lud Katharina Huber noch ein Wenig zum Verweilen ein und wünschte anschließend einen sicheren Heimweg und einen guten Start in die neue Woche.

Dieser Artikel wurde von der Redaktion der Rems-Zeitung unbearbeitet veröffentlicht.
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