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Kabarettabend beim Tennisclub Waldstetten

Eingereicht von »Rems-Zeitung, Redaktion« am Mittwoch, 26. Oktober 2011

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Kabarett und Comedy auf höchstem Niveau gab es am Samstag wieder in Waldstetten zu sehen. Der Tennisclub Waldstetten lud wie jedes Jahr zu seinem Kabarettabend in die Alte Turnhalle ein. Nach trendmäßig, anfänglich zähem Vorverkauf gab es an der Abendkasse nur noch wenige Restkarten. Mit Stephan Bauer trat der Künstler auf, mit dem das Kabarettprogramm des TC Waldstetten vor acht Jahren begonnen hatte.
So schenkte das Publikum dem gebürtigen Stadener einen warmherzigen Empfang und zeigte durchaus Mitgefühl für die missliche Lage des auf Zeit (zunächst 30 Jahre, danach sieht man) getrennt lebenden Mannes, der nun auch noch dem Alkohol verfallen sei. Für die Alkoholsucht gäbe es bei Männern sowieso nur zwei Gründe: entweder sie haben keine Frau oder sie haben eine. Trotzdem sei er auf der Suche nach einer Frau und rufe allen anwesenden zu: „Ich bin wieder auf dem Markt.“ Er komme aber beim anderen Geschlecht einfach schlecht an. Er sei eben der kuschelige Typ. Seine Freunde rieten ihm mehr Stärke zu zeigen. So versuche er schon im Alltag männlicher zu wirken und kaufe zum Beispiel bei Zahnbürsten nur noch „hart“, auch wenn ihm zu Hause literweise der blutige Schaum aus dem Mund laufe. Früher habe er „sensitiv“ verwendet bis eine Verkäuferin an der Kasse meinte: „Sie fahren bestimmt auch angeschnallt durch die Waschstraße.“ Auch seine Ängste tragen nicht gerade zu einer männlichen Ausstrahlung bei; ganz schlimm sei es bei Haien. Im Hallenbad ginge es ja gerade noch so, aber im Baggersee… Doch neulich sei er im Schwimmerbecken von einem Freund angesprochen worden: „Stephan, hi“. Er wäre fast ersoffen. Als Hypochonder sei er bei Männern total akzeptiert. Neulich hatte er eine chronische Pneumokokken-​Angina, beidseitig, aus der Apothekenumschau. Wenn er dies einem Mann erzähle, sei das vollkommen in Ordnung. Wenn er das einer Frau erzähle, sage die bestimmt diesen schlimmen Satz: „Dann geh halt zum Arzt!“ Aber zu einem Arzt gehe er nie, die ließen sich ja nicht mal bei der Diagnose helfen. Als er letzte Woche Ebola hatte, ging er sofort in die nächste Tropenklinik. Er habe alles dabei gehabt: Fieberkurve, Stuhlprobe, selbstpunktiertes Rückenmark, Blutbild in Form von roten Spritzern auf weißer Leinwand. Was war? Der Arzt meinte, er solle sich beruhigen und schickte ihn mit einer Packung Baldrian nach Hause. Am Schluss erinnerte Stephan Bauer noch einmal daran, dass er wieder auf dem Markt sei, er wäre auch bereit hierher zu ziehen, also nach Waldstetten. Er würde jedoch nicht wieder heiraten wollen, „Leasing“ täte es auch. Zum Abschied erhielt Bauer großen Beifall. „Danke - der Applaus ist gerechtfertigt“, bemerkte er augenzwinkernd — doch im Grunde hatte er völlig recht. Für das leibliche Wohl in der Pause sorgten die Damen– und die Herrenmannschaften des TC. Organisiert wurde der Abend mit viel Einsatz von Ingo Krieger und vielen weiteren Helfern. Herzlichen Dank an alle.

Dieser Artikel wurde von der Redaktion der Rems-Zeitung unbearbeitet veröffentlicht.
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